History that hurts

Academics confronting their family histories: methodological and ethical inquiries
Zeitgeschichte online, August 7th, 2026

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[…] The theme of being ‘implicated subjects’ (Michael Rothberg[iv]) with strong attachments to our families’ histories, was, at the end of the workshop again picked up by Alexandra Senfft, who — as the author of an acclaimed family history revolving around her grandfather who had been a high-ranking Nazi official — commented on all presentations. She pointed out that we are all products of our families’ histories: we have grown up with conspicuous silences and taboos as well as lies and stories that we are supposed to believe. We are also faced with conflicting double-bind messages, where one thing is said and the non-verbal communication brings across something else. All participants indeed talked about their forefathers’ involvement in the Nazi project having had sustained repercussions for family life and relationships during and long after the war. All grew up with troubled family histories which had a lasting effect on the next generations. That is why we may be bent on breaking the silence, how hurtful and distressing this may be for us. Senfft indeed suggested that we may be driven to explore these suppressed histories because they have been ‘passed on’ or ‘delegated’ to us as a kind of ‘silent or unspoken assignment’. These realities that we uncover may trigger unpleasant feelings and force us to realize that history hurts…

After listening attentively to the stories that had unfolded during the day, Alexandra Senfft commented on all the presentations, sharing her observations and theoretical considerations. She is the author of the highly acclaimed family history Schweigen tut wehEine deutsche Familiengeschichte (2007) as well as Der lange Schatten der Täter: Nachkommen stellen sich ihrer NS-Familiengeschichte (2016).[v]In addition, she collaborated with Dan Bar-On, an Israeli psychologist and therapist who initiated and facilitated German-Israeli and Israeli-Palestinian dialogues, encouraging people to share their painful stories and listen to others.[vi] Dialogue in conflict is understood as part of a process of understanding and rapprochement in the spirit of active peace work. Working with him, Alexandra gained much experience in terms of listening to the stories of victims and perpetrators alike. She explained that the transition from monologue to dialogue offers opportunities to move ahead: from solely confronting one’s own history to listening and empathizing with others, sharing and exchanging one’s thoughts and thereby giving them another quality.“

Die Last des Schweigens

Folgen der NS-Zeit

Deutschlandfunk Kultur Lange Nacht von Burkard Reinartz, 9. Mai 2026

1933-1945: Die NS-Zeit war recht kurz, doch die Traumata, Schuld und Schweigen prägen Generationen. Immer mehr Nachkommen recherchieren: Auf welcher Seite standen die Vorfahren? Studien zeigen, wie groß die Lücke zwischen Erinnerung und Realität ist.

In diesem langen Podcast von Deutschlandfunk Kultur komme ich mehrfach zu Wort und freue mich, dass ich an diesem außergewöhnlich guten Feature mitwirken durfte.

>> zum Beitrag auf Deutschlandfunk Kultur, 9.5.25

Psychological Dimensions: The Long Shadow of the Perpetrators

Im Sommer 2025 war ich Gast in einem bemerkenswerten Podcast, den Schüler:innen aus Berlin Neuköln zum Thema Nahost geschaffen haben. Sie vollbrachten es, international renommierte Expertinnen und Experten rund um das Thema Israel und Palästina zu verschiedenen Aspekten des Konflikts zu interviewen.
Mein Beitrag bezog sich auf das „Spannungsdreieck“ Israel-Palästina-Deutschland. Es war mir eine große Freude, mit den aufgeweckten Schülern zu sprechen. Der Podcast ging Ende Dezember 2025 online und erfreut sich bester Kritiken.

Zu meinem Beitrag geht es hier

»Familiengeschichte und die Herausforderungen des Erinnerns“

Über meinen Vortrag mit Gespräch an der Fachhochschule Erfurt am 9. Dezember 2024

„Autorin und Publizistin Alexandra Senfft zu Gast an der FH Erfurt 
In dieser Woche, am 09.12.2024, lud die Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften (ASW) der Fachhochschule Erfurt zu einer bewegenden Veranstaltung mit der renommierten Autorin und Publizistin Alexandra Senfft ein. Unter dem Titel „Familiengeschichte und die Herausforderungen des Erinnerns“ sprach sie im Audimax über ihre biografische Arbeit und stellte zentrale Themen ihrer Bücher vor, die sich u.a. mit den Folgen des Holocaust und der NS-Zeit auseinandersetzen.

Alexandra Senfft beleuchtete, wie die Erfahrungen der Vergangenheit nachfolgende Generationen prägen und wie Bildung sowie Dialog helfen können, Vorurteile und Diskriminierung zu überwinden. Besonders eindrucksvoll war ihre Darstellung der Methode des „Storytellings“, die Brücken zwischen den Nachkommen von Täter:innen und Opfern schlägt.

In der Veranstaltung hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Fragen einzubringen und sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Von der Veranstaltung konnten die Studierenden direkt für ihr eigenes Studium partizipieren. Beispielsweise erkundigte sich eine Studentin, wie die eigene Familiengeschichte erforscht werden könne. Die Biografiearbeit spielt als eine der Methoden der Angewandten Sozialwissenschaften eine wichtige Rolle, wenn es um die Analyse, Gestaltung und Verbesserung sozialer Prozesse und Strukturen geht.

Die Veranstaltung bot allen Teilnehmenden wertvolle Impulse, sich mit der eigenen Geschichte und gesellschaftlichen Herausforderungen wie Antisemitismus und Diskriminierung auseinanderzusetzen.“

Alexandra Senfft mit Dozentin Germana Alberti vom Hofe
Foto: Clara Czech, FH Erfurt