Bestsellerautor Alaa al-Aswani beschreibt, wie Nationalismus und Misstrauen eine ganze Stadt verstummen lassen
Meine Rezension von Die Bäume streifen durch Alexandria von Alaa al-Aswani, Hanser Verlag 2026 in: der Freitag 11/26, 11. März 2026
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Archiv der Kategorie: Rezensionen
Eines Tages“ von Kriegsreporter Omar El Akkad: Der Bruch, der in die Barbarei führt
In seinem Buch „Eines Tages werden alle immer schon dagegen gewesen sein“ rechnet Kriegsreporter Omar El Akkad wütend mit den Machtzentren des Westens ab – sein Mut hat ihn dabei nicht verlassen
Meine Rezension in der Freitag, 7. Juli 2025
„Es ist eine bedrückende Anklage: Der Autor kritisiert das politische System, insbesondere die Machtzentren des Westens und die Kaltblütigkeit des Neoliberalismus. Er entwirft einen globalen Überblick, schreibt aber zugleich aus arabisch-muslimischer Perspektive. Wegen seiner Herkunft wird er ständig mit antimuslimischen Vorurteilen konfrontiert, soll sich für jeden Araber erklären. Die Region, der seine Familie den Rücken kehrte, schont er aber nicht. Er attestiert ihr ein „unverbindliches Verhältnis zu Recht und Gesetz“. Demütigungen waren alltäglich, sein Vater litt unter der Willkür arabischer Staatsorgane. El Akkad begriff sein sicheres Leben im Westen schnell als Privileg und machte Karriere. Auch wenn ihn seine journalistischen Einblicke hinter die Kulissen desillusionierten, glaubte er weiter an die Kraft der freien Welt – bis zum Massaker der Hamas an israelischen Zivilist:innen und der massiven militärischen Reaktion der israelischen Regierung.“
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Abschied
Eine Entdeckung aus dem Nachlass von Sebastian Haffner: „Abschied“
Sebastian Haffners jetzt erschienener Roman „Abschied“ fängt in knalligen, gewitzten Sätzen das Lebensgefühl junger Menschen 1931 ein und nimmt die Zukunft vorweg
Meine Rezension des posthum erschienenen Romans von Sebastian Haffner
in: der Freitag 23/25, 4. Juni 2025
„Mademoiselle Gault borgt Raimund ihre Armbanduhr, ein kapriziöses Ding, ständig geht sie nach. Damit kann der Verliebte die Zeit bis zum Abschied aber nicht aufhalten. Franz Frischauer, der schöne Süddeutsche, wird auf nächtlicher Tour seiner feinen Hose verlustig und wacht mit kaltem Hintern in einem Brunnen am Pont-Neuf auf. Er ist sauer auf Paris, drischt naiv Phrasen von Flammenwerfern und vom Kriegmachen. Mr. Andrews bleibt englisch dezent, Horrwitz mit seinem nicht bekannten deutschen Vornamen ist brav. Ob sie ihm Teddy nach dem Abschied abspenstig machen werden?“
>> zur Rezension im Freitag 23/25

Igal Avidan im SWR über unser Buch „Großonkel Pauls Geigenbogen!
„Großonkel Pauls Geigenbogen ist ein detailreiches und sehr gut recherchiertes Werk“
SWR, 7. Juni 2024
Der Sinto Romeo Franz, Jahrgang 1966, dessen Familie aus Preußen und Pommern stammt, schildert in „Großonkel Pauls Geigenbogen“ seine Familiengeschichte, die Alexandra Senfft akribisch recherchiert und aufgeschrieben hat. Das Buch versteht sich als ein Plädoyer gegen Diskriminierung, ein Thema, das gerade angesichts der rechtsextremen Pläne einer sogenannten „Remigration“ sehr aktuell ist.
BUCHPALAST IM DIALOG
Die fabelhafte Buchhändlerin Katrin Rüger vom Buchpalast München über unser Buch „Großonkel Pauls Geigenbogen. Die Familiengeschichte eines preußischen Sinto“
„Die Co-Autorin Alexandra Senfft, erfahren in der Aufarbeitung von intergenerationellen Folgen des Holocausts, liefert zu den lebendig erzählten Begebenheiten familiären Lebens eine umfassende Recherche in historischen, politischen und gesellschaftlichen Sachzusammenhängen.“
>> Buchpalast München — zur gesamten Rezension und dem Instagram-Reel
Israel/Palästina: Der israelische Autor David Grossmann kennt den einzigen Weg für Nahost
Rezension von Alexandra Senfft
David Grossman verlor seinen Sohn im Libanonkrieg, gab aber nie, auch nicht nach dem 7. Oktober, das Schreiben gegen Hass und Krieg zwischen Israel und Palästina auf. Sein neues Buch trägt den Titel „Frieden ist die einzige Option“
Während im Gazastreifen unerbittlich weitergekämpft wird und die Zivilbevölkerung größte Not leidet, fragen sich viele, wie es angesichts der Zerstörung und der seelischen Folgen nach dem Krieg weitergehen könnte. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2017 fragte David Grossman: „Wie viel Blut muss noch vergossen werden, bis wir einsehen, dass der Frieden unsere einzige Option ist?“ Mit der Lösung bezog sich Grossman …
Der Freitag, Ausgabe 12/2024
weiterlesen: freitag.de/autoren/alexandra-senfft/israel-palaestina-der-israelische-autor-david-grossmann-kennt-den-einzigen-weg
ΜΆΘΙΟΥ ΆΪΚΙΝΣ
Mein Interview mit dem Pulitzer Preisträger Matthieu Aikins über sein Buch „The Naked don’t fear the Water“ in der griechischen Zeitung Efimerida ton Sintakton
Στα βήματα της προσφυγιάς
O βραβευμένος με Πούλιτζερ Καναδός δημοσιογράφος ακολούθησε τα μονοπάτια των ξεριζωμένων παριστάνοντας τον Αφγανό πρόσφυγα
ΚΥΚΛΟΦΟΡΕΙ ΜΑΖΙ ΜΕ ΤΗΝ «ΕΦΗΜΕΡΙΔΑ ΤΩΝ ΣΥΝΤΑΚΤΩΝ» ΣΑΒΒΑΤΟΚΥΡΙΑΚΟΥ
19.-20.11.2022
>> ΕΦΗΜΕΡΙΔΑ ΤΩΝ ΣΥΝΤΑΚΤΩΝ
Gleitgel vom Salafisten: Amjahids „Let’s talk about Sex, Habibi“
Der Journalist Mohamed Amjahid räumt in seinem neuen Buch mit Klischees über die Sexualität von Nordafrikaner:innen auf.
Meine Rezension in der Freitag Nr.42/2022, 20. Oktober 2022
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Flucht nach Europa: Eine atemberaubende Geschichte des Pulitzerpreisträgers 2022
Undercover Der kanadische Journalist Matthieu Aikins begleitet seinen afghanischen Dolmetscher Omar auf der Flucht vor den Taliban. Dafür gibt er sich selbst als Afghane aus. Sein nun erschienenes Werk ist atemberaubend, authentisch und hautnah
der Freitag, 1. September 2022, Ausgabe 35/22
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Unrepentant Nazis, in Their Own Words
‘The sense of urgency is palpable. The old Nazis are dying’: How a British film-maker launched a decade-long project to interview the last Nazi eyewitnesses to the Holocaust, and why Germany refused to fund him
Haaretz, Israel 22. Mai 2022