Die syrische Autorin Samar Yazbek hat Überlebende aus Gaza interviewt. Das Leid, das die Augenzeugenberichte dokumentieren, soll Eingang ins kollektive Gedächtnis finden
taz, 18. April 2026
[…] „Es gibt keine Kinder in Gaza; wir müssen zu schnell erwachsen werden“, sagt eine 13-Jährige, die als einzige das Bombardement eines UN-Busses überlebte. Viele Kinder wollten sich nützlich machen, indem sie versprengte Körperteile sammelten. Ein 16-Jähriger berichtet, welche Gewalt sich wegen eines Schlucks Wasser auch untereinander entfaltete; wer rücksichtsvoll war, ging leer aus
Samar Yazbek ertrug es, die Geschichten der Betroffenen anzuhören, nun mutet sie sie ihren Leser:innen zu. Es sind Dokumente unermesslichen Leids. Die Autorin betont zugleich, dass ihre Gesprächspartner des Mitleids nicht bedürften. Fast alle träumen davon, eines Tages nach Gaza zurückzukehren“.
