Großonkel Pauls Geigenbogen Buch des Monats in den Blättern für deutsche und internationale Politik

„Stereotype und Unwissen über diese Bevölkerungsgruppe halten sich bis heute. Um so wichtiger ist dieses Buch, das wirklich allen ans Herz zu legen ist, die sich für das Thema interessieren. Es ist unterhaltsam geschrieben, setzt kein Vorwissen voraus und lässt eine Generation von Zeitzeug:innen zu Wort kommen, deren Erfahrungen es wert sind, endlich Gehör zu finden.“

Antje Schrupp: Das »Große Morden« oder: Der lange Weg zur Anerkennung
in:
Blätter für deutsche und internationale Politik, Ausgabe August 2024



Hitlers langer Schatten: Welche Spuren hat die NS-Vergangenheit in Ihrer Familie hinterlassen?

Ich war am 19. Juli Gast im ARD Alpha „Tagesgespräch“ Live. Hier ging es um die transgenerationellen Folgen des Nationalsozialismus
Im Gespräch waren u. a. die Nachkommen jüdischer Überlebender/Opfer, von politischem Widerstand, Sinti und Roma. Parallel wurde das Gespräch auf BR 2 übertragen.

Gast: Alexandra Senfft, Autorin und im Vorsitz beim „Arbeitskreis für intergenerationelle Folgen des Holocaust“
Moderation: Achim Bogdahn

>> zum ARD Tagesgespräch
>> zu BR 2

Foto: BR 2/ARD

Großonkel Pauls Geigenbogen

Unsere Lesung mit Gespräch und Musik im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin, am 10. Juli 2024

Am 10. Juli 2024 sprach der Musiker und Bürgerrechtler Romeo Franz gemeinsam mit der Autorin Alexandra Senfft im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung über das Leben seiner Familie seit Ende des 19. Jahrhunderts. Die in Preußen beheimatete Familie musste während der NS-Zeit fliehen. Der Geigenbogen des in Auschwitz ermordeten Großonkels Paul führt als roter Faden durch die Erzählung. Akribische historische Recherchen und Familienerinnerungen prägen diese mitreißende Chronik unter Einbeziehung der vielfältigen Geschichte der europäischen Sinti und Roma – ein starkes Zeugnis von Widerstand, Selbstbestimmung und Erfolg sowie eindrückliches Plädoyer gegen Diskriminierung und Rassismus.
Der Abend wurde von Dr. Gundula Bavendamm, Direktorin Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, eröffnet und begann mit einer historischen Einführung von Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal. Das sich anschließende Gespräch zwischen Alexandra Senfft und Romeo Franz wurde von Jana Mechelhoff-Herezi, Wissenschaftliche Mitarbeiterin/Leitung Erinnerung an Sinti und Roma, Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, moderiert. Den musikalischen Rahmen des Abends gestaltete das Sunny Franz Duo, mit Romeo-Manolito Franz an der Geige und Sascha Reinhardt an der Gitarre.

Kooperationsveranstaltung:
Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Penguin Randomhouse Verlagsgruppe
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

>> zum Bericht der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Foto: Emilia Butynski/SFVV

„Nie wieder“: Gegen Rassismus und Diskriminierung“

Mein Co-Autor , Romeo Franz, im Interview über unser gemeinsames Buch „Großonkel Pauls Geigenbogen. Die Familiengeschichte eines preußischen Sinto“, in: SWR LEUTE, 30.6.24

Romeo Franz komponierte die Melodie, die im Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma zu hören ist, und spielte sie mit dem Geigenbogen seines in Auschwitz ermordeten Großonkels ein. Nach ihm ist auch sein Buch „Großonkel Pauls Geigenbogen“ benannt, dessen Co-Autorin Enkelin eines NS-Verbrechers ist: „Das Buch ist entstanden im Bewusstsein, dass ‚Nie wieder‘ unsere gemeinsame Aufgabe ist.“

>> SWR LEUTE, 30. Juni 2024

Foto copyright: Pascal Bünning